Kirche Am Weg

Kirche-am-Weg war ein Angebot des Bistums Osnabrück.

Kirchen, Klöster und andere religiöse Orte (Wegekreuze, Hofaltäre etc.) werden nach und nach mit QR-Codes versehen. Scannt man sie mit dem Smartphone ein, bekommt man eine kurze Geschichte über den jeweiligen Ort direkt aufs Display. Auch die Kirchengemeinde St. Petrus in Ketten hat bei dieser Aktion mitgemacht. Mit der Kirche-am-Weg möchten wir Ihnen unsere Kirchengemeinde näher vorstellen.

Heede ist ein Ort des Gebets und der Marienverehrung.  Zahlreiche Orte auf dem weitläufigen Gelände laden ein, Maria näher zu kommen und der Muttergottes die eigenen Sorgen, den eigenen Dank zu bringen.

Gleichzeitig gibt es viel über weitere „bedeutende Orte“ zu erfahren. Zu einem Rundgang laden wir Sie herzlich ein!

 

Schauen Sie sich um und besuchen Sie die verschiedenen Gebetsorte. Mit Klick auf den Ort erfahren Sie mehr!

 

Marienkirche (1)

Pfarrhaus & Pfarrbüro (2)

Petruskirche (3)

Grab von Bürgermeister Connemann (4)

Gebetsstätte „Maria, Königin des Weltalls“ (5)

Gebetsstätte „Königin der Armen Seelen“ & alte Priestergräber (6)

Sankt-Antonius-Kapelle (7)

Grab von Grete Ganseforth (8)

Rosenkranzstelen (9)

Statue von Papst Johannes Paul II. (10)

Marienstatue (11)

Pfarrheim St. Josef (12)

Statue St. Michael (13)

Schwesternhaus (14)

Heede Marienkirche

Der offizielle Name Maria Regina Universum wurde dem Text der Dogmatischen Konzilskonstitution Lumen Gentium Nr. 59 entnommen. Darin wird Maria als „Regina Universorum“ – „Königin des Alls“ bezeichnet. Die Kirche wurde vom Architekten B. Botterschulte entworfen. Geweiht wurde sie am 22. August 1977, dem Fest Maria Königin.

Die Prozessionsfahnen hinter dem Altar tragen die Symbole von Heeder Osterkerzen. Im Altar liegen Reliquien der Märtyrer von Gorkum/Holland. Sie gaben ihr Leben am 9. Juli 1572 hin, weil sie nicht calvinistisch werden wollten, sondern dem katholischen Glauben treu blieben.

Fenster:

Die Fenster der Marienkirche wurden von der Benediktinerin Erentrud Trost OSB aus der Abtei Varensell bei Gütersloh entworfen.

Auf der linken Seite sind die Bilder dem Alten Testament (AT) entnommen, rechts dem Neuen Testament (NT). Die Bilder des AT sind von links nach rechts zu „lesen“, die Bilder des NT von rechts nach links – wo mehrere Bilder übereinanderstehen, sind sie von unten nach oben zu „lesen“.

 

Fensterbild: Das verlorene Paradies (Genesis, Kap. 3)

Das Bild von Adam und Eva nach dem Sündenfall ist von der Empore aus zu sehen. Beide sind untröstlich über ihren Fehltritt. Die giftgrüne Schlange hat sie verführt. Der Engel verwehrt ihnen die Rückkehr ins Paradies. Das Grün der Hoffnung stellt die Verheißung dar, dass die neue Eva, Maria, mit ihrem Sohn die teuflische Schlange besiegen wird. Erst der Kirche Christi ist aufgegangen, worin dieser Sieg besteht.

 

Das wiedergeschenkte Paradies (Lk 2 / Mt 2)

Aus dem himmlischen Licht verkündet der Engel den Menschen im Dunkel die große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: „Heute ist euch der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr“ (Lk 2,10 f.).

Maria reicht Jesus den drei Ausländern aus dem Morgenland: Der Sohn Gottes lässt sich von den Menschen etwas schenken. All das geschieht im Rot der Liebe des Vaters im Himmel. Der Engel mit dem Flammenschwert ist verschwunden. Der Zugang zu einem viel schöneren Paradies als Adam und Eva verloren haben, ist den Menschen auf Erden eröffnet. Der Stern Gottes leuchtet einem jeden.


 

Skulptur der Heiligen Familie

Künstler dieser Skulptur ist der Bildhauer Karl Franke aus Meerbusch.

Auf dieser Darstellung lehrt Maria Jesus die Schrift oder vielleicht auch umgekehrt.

Der hl. Josef führt Jesus zu Maria. Er hat seine Hand ans Ohr gelegt als Zeichen, dass er gehorsam gegenüber den Weisungen Gottes ist, z.B. bei der Aufforderung, mit seiner Familie nach Ägypten zu fliehen.

 

 

Großes Marienbild an der Südseite der Kirche

Es ist das erste Bild, das von der Erscheinung gemalt wurde und wurde von Pfr. Diekmann in Auftrag gegeben. Gemalt wurde es von Herrn Professor H. Claas aus Münster. Die Kinder waren von der Darstellung enttäuscht, weil das Bild die Schönheit der Gottesmutter, wie sie sie gesehen hätten, nicht wiedergeben würde.

Außeneingang der Beichtkapelle 

Beichtkapelle:

Links vom Eingang der Marienkirche findet man die Beichtkapelle. Sie wurde am 1. März 1986 von Bischof Dr. Helmut Hermann Wittler eingeweiht. Dieser Anbau war notwendig, weil viele Pilger, besonders während der sogenannten „Nachtanbetung“, das Bußsakrament empfangen wollen. Dafür bedarf es genügender Beichträume und Priester, die bereit sind, das Bußsakrament zu spenden.

Fenster:

Wie die große Fensterfront der Marienkirche sind diese Fester von Schw. Erentrud Trost OSB, Abtei Varensell bei Gütersloh entworfen worden. Sie stellen biblische Erzählungen dar, die von der barmherzigen Liebe Gottes erzählen.

Fensterbild „Der barmherzige Vater und sein heimkehrender Sohn“

Im Sakrament der Versöhnung erfahren die Gläubigen die erbarmende Liebe unseres Vaters im Himmel. Im Bild ist das angedeutet durch die innige Umarmung des bisher verlorenen Sohnes durch den barmherzigen Vater.

Reliquie: Papst Johannes Paul II.

An der rechten Wand der Beichtkapelle ist ein Schrein mit zwei Reliquien angebracht: ein Faden aus einem Gewand und eine Blutreliquie des Papstes Johannes Paul II. Diese wurde der Gebetsstätte vom ehemaligen Sekretär des Papstes, Stanislaw Kardinal Dziwisz, geschenkt.

Was ist an Heede Besonders?

Zur Zeit des Nationalsozialismus im Jahre 1937 wird von vier Heeder Kindern (Grete Ganseforth, Anni Schulte, Maria Ganseforth und Susanne Bruns) im Alter von 11-13 Jahren berichtet, dass ihnen die Muttergottes mit dem Jesuskind erschienen sei; auf dem alten Friedhof etwa 30 Meter von der Petruskirche entfernt.

Diese Erscheinung wird von den Kindern zwischen dem 01. November 1937 und dem 03. November 1940 etwa hundertmal beschrieben. Auf ihre Frage: „Mutter, als was willst du verehrt werden?“, hören sie die Antwort: „Als Königin des Weltalls und als Königin der Armen Seelen.“ Auf die Frage, in welchem Gebet sie verehrt werden möchte, erwiderte sie: „In der Lauretanischen Litanei“.

Seit dieser Zeit ist Heede ein Ort, der jährlich von Tausenden aufgesucht wird und sich zu einer bischöflich anerkannten Gebetsstätte (im Jahr 2000) entwickelt hat. Die Menschen erfahren in Heede die besondere Nähe und Hilfe der Gottesmutter. Sie kommen immer wieder gerne hierher, um zu danken und Kraft für den Alltag zu schöpfen.

Pfarrer Diekmann, Pfarrer von Heede in den Jahren 1938 bis 1966, war kritisch zurückhaltend, wurde dann im Laufe der Jahre zum besten Kenner der Ereignisse. Er machte am 01. November 1961 folgende Aussage zu den Geschehnissen: „Man braucht nicht an Heede zu glauben. Ich aber bin im Gewissen verpflichtet, daran zu glauben, weil Gott mir viele Zeichen gegeben hat. Ich stehe für Heede ein mit meinem Vermögen, meiner Ehre und, wenn es sein muss, mit meinem Leben.“

Zeitweise fast an jedem Tag war die Gestapo bei ihm im Pfarrhaus. Es ist schon eine besondere Fügung Gottes, dass sie ihn nicht von Heede weggeholt und ins Konzentrationslager gebracht haben.

Weissagung von Pfarrer Zurlage:

Der Neubörger Pfarrer Bernhard Hermann Zurlage (1872-1912) besuchte einmal den Pfarrer in Wippingen. Als es schon dunkel wurde, ging er mit ein paar Männern, die auch aus Neubörger kamen, zurück. Unterwegs sahen sie am Himmel ein helles Licht. Die Männer erschraken darüber. Pfarrer Zurlage aber sagte: „Dort, wo das Licht ist, liegt Heede. Ich sage euch, hier wird noch etwas Wunderbares geschehen.“ Er meinte die Marienerscheinungen in Heede einige Jahrzehnte später.

 

Regelmäßige Angebote der Gebetsstätte

  • tägliche Feier der Eucharistie
  • tägliche Feier der Versöhnung (Beichte)
  • tägliches Rosenkranzgebet
  • Pilgermesse mit Predigt: jeden Mittwoch um 15.00 Uhr
  • stille Anbetung: werktags von 15.00 Uhr bis 21.00 Uhr, samstags von 15.00 Uhr bis 16:30 Uhr, sonntags von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr
  • Nachtanbetung: an jedem ersten Samstag im Monat von 20.00 Uhr bis 06.30 Uhr, Hl. Messe um 22.00 Uhr mit anschl. Lichterprozession
  • Gebetsstättenführung: in den Monaten Mai bis Oktober jeden 1. und 3. Sonntag um 16.00 Uhr oder für Gruppen nach Vereinbarung; Treffen an der Petruskirche
  • Heeder Fußwallfahrt: am letzten Samstag im August

Weitere Gottesdienste und Veranstaltungen finden Sie im Pfarrbrief und im Jahresprogramm.